Das gute, alte Tagebuch, das man mal akribisch, mal weniger akribisch geführt hat, scheint ausgedient zu haben. Genau wie andere Printmedien, sind auch Tagebücher in gedruckter Form nicht mehr sehr verbreitet, erfreuen sich jedoch online in Form von Blogs großer Beliebtheit. Der wohl bedeutendste Unterschied zwischen Weblog und Tagebuch liegt in der Veröffentlichung. Während das Tagebuch meist unter Verschluss gehalten wird und seine Einträge geheim bleiben sollen, verhält es sich mit Blogposts genau andersrum. Hier will man möglichst viele Leser und Follower gewinnen. Das World Wide Web ist voll mit Blogs, die ganz unterschiedliche Inhalte haben wie beispielsweise Fashion- oder Reiseblogs. Es gibt einige Anbieter mit dessen Hilfe man einen Blog aufbauen kann. Blogspot ist dabei die erste Wahl in Deutschland, wogegen WordPress die weltweite Nummer Eins ist. Erstellt man seinen Weblog mithilfe solcher Plattformen, besteht die Gefahr, dass sich der eigene Blog kaum von anderen unterscheidet und somit auch das Suchmaschinenranking nicht rosig ausfällt. Um den Blog individueller und einzigartiger zu gestalten, gibt es ein paar SEO Kniffe, mit denen man den Blog optimieren kann.
Finde und Selektiere effektive Suchwörter
Selbst das beste Produkt der Welt hilft einem nichts, wenn es der Kunde im Netz nicht finden kann. Damit Suchmaschinen den Blog im Netz aufstöbern können, sollten Keywords gefunden und optimiert werden. Das ist jedoch bei weitem nicht so einfach, wie es zunächst einmal klingen mag. Selbst Leute, die ein und dieselbe Sprache sprechen, verwenden in verschiedenen Bereichen einen bestimmten Wortschatz. Es ist daher ratsam, sich mit anderen zusammenzusetzen und beim Brainstorming über geeignete Suchwörter nachzudenken. Gängige Schlüsselwörter bestehen meist aus einer Reihung von zwei oder drei Wörtern nicht nur einem einzigen. Um besser gefunden zu werden, macht es außerdem Sinn detaillierte Bezeichnungen statt allgemeiner Dachbegriffe zu verwenden. Zur Optimierung dieser Wörter kann man mit einem Dienst wie OpenThesaurus dann Synonyme oder ähnliche Phrasen finden. Hat man schlagkräftige Wörter gesammelt, sollte man diese mit Tools im nächsten Schritt ihrer Relevanz nach ordnen. Eines der geeignetsten Werkzeuge zum Suchen und Anordnen von Keywords ist Google AdWords, das wie andere Google Dienste einfach zu bedienen ist. Man muss nur sein Produkt eingeben und schon bekommt man eine ellenlange Liste möglicher Suchwörter und ihre stärksten Konkurrenten.
Verteile die wirkungsvollsten Keywords
Nachdem man mit der Auflistung seine Favoriten festgelegt hat, kann man diese auf passende Seiten des Blogs einweben. Jene Keywords, die sich auf den ersten Blick nicht besonders eignen, müssen einem Prozess, der Keywordoptimierung, unterzogen werden, um den Inhalt mit den relevanten Keywords zusammenzubringen. Am Ende dieser Prozedur sollte jede Seite mit mindestens einem Keyword versehen sein, wobei die Hauptseiten die wirklich bedeutendsten und schlagkräftigsten Suchwörter enthalten sollten. Keywords sind aber auch in Titeln unerlässlich. Headings sagen kurz und knapp um was es in einem Posting geht und sind diese gut gemacht, kann man damit die Aufmersamkeit der Leser und Suchmaschinen erregen. Ein Keyword in einer Überschrift zu verstecken ist ein kluger Schachzug, da Suchmaschinen von solchen Titeln magisch angezogen werden. Wenn sie dort ein Keyword finden, werden sie mehr Besucher auf den Blog weiterleiten. Außerdem sollten Keywords in die URLs aufgenommen werden, um die Chancen gefunden zu werden zu erhöhen. Egal, wie man das mit den Keywords nun anstellt, bedenken sollte man immer, dass die jeweiligen Keywords nicht eins zu eins in jede x-beliebige Sprache übersetzt werden können, sondern eine sprachlich-kulturelle Anpassung erfahren müssen.
Andere Elemente im Blog
Jeder Blogger sollte bei der Gestaltung seines Blogs auf interne und externe Verlinkungen achten. Der Grund dafür ist recht simpel: Springt der Leser von einem Post zum nächsten, weil er auf die interne Verlinkung klickt, bedeutet dies, er bleibt länger auf dem Blog. Daraus resultiert eine gute Besucherstatistik der Webseite, die wiederum zu einem höhreren Ranking beitragen kann. Externe Links sind genauso wichtig für das Suchmaschinenranking, da Suchmaschinen anhand der Anzahl und Qualität solcher Links das Ranking für den Blog berechnen und somit positiven Einfluss haben. Auch Blogrolls können dabei helfen mehr Leser auf seine Seite zu bringen und sie somit für Suchmaschinen beliebter zu machen. Die Blogroll, die man meist gut sichtbar auf der Startseite findet, ist eine öffentliche Linksammlung zu anderen Blogs. Durch solche Verlinkungen kann man seinen Blog interessanter machen und mehr Leser anlocken. Tagclouds, oder Schlagwortwolken, sind ebenfalls sehr hilfreich beim SEO des Blogs. Google beispielsweise erkennt anhand solcher Tagclouds den Inhalt eines Blogs und kann somit für mehr Traffic sorgen. Außerdem bekommen neue Besucher sofort einen Eindruck über den Inhalt des Blogs. Man kann die Wörter mit den besten und wichtigsten Topics verbinden und somit Lesern und Suchmaschinen eine Orientierung geben.
Über den Autor: Christian Arno ist der Gründer von Lingo24, einem Übersetzungsdienst, das professionelle Übersetzungen anbietet. Folge Christian auf Twitter unter @l24de.


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